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Bitte nicht folgen

Bitte nicht folgen published on

Als Zeitungsleser kann man ja nicht jedem Geschichtenerzähler online folgen, aber dass so ein Verlagsmanager gleich ganz davon abrät – ist das, wenn nicht geschäftsschädigend, wenigstens geschäftsführerschädigend?

Gewiss stand im ersten Entwurf des Sinnspruchs aus dem Zeitungshaus, dass Erfolgsgeschichten mit LESERN beginnen. Weil mit diesem Begriff aber offenbar keiner mehr etwas anzufangen weiß unter den angeheuerten Verlagslenkern und Marketingfiguren in der Chefetage, ersetzten sie ihn durch ein gängiges Wort aus ihrem Arbeitsumfeld. So wurden aus Lesern Leader und keine Follower.

If you’re going to San Francisco, you better go back in time

If you’re going to San Francisco, you better go back in time published on

[Drawn and coloured while listening to the albums recommended by Hagen Rudolph, author of the incredibly detailed Santana band-biography „Every step of the way“]

Herauf zum 1. Mai!

Herauf zum 1. Mai! published on
1. Mai Let them go 2019 Meinung ohne Ahnung

Fun Fact: Die Generalsekretäre der Kommunistischen Partei der Sowjetunion (KPdSU) wussten, dass es im Westen und besonders bei NATO-Soldaten den Brauch gibt, in den Mai hineinzufeiern und dann am Tag der Arbeit auf der faulen Haut herumzuliegen. Der Internationale Kampftag der Arbeiterklasse galt dem Kreml darum als ideales Datum für einen überraschenden Erstschlag. Die Strategischen Raketentruppen der Roten Armee erhielten jedes Jahr den verschlüsselten Befehl, am Vortag nichts zu trinken und sich bereitzuhalten. Ungewöhnlich daran ist nur, dass dieser per Postkarte kam.

Gibt’s doch: Das Gender Pay Gap

Gibt’s doch: Das Gender Pay Gap published on

Den ganzen lieben langen Equal Pay Day überzeugt der brave deutsche Ökonom seine Gattin davon, dass es ein Gender Pay Gap gar nicht gibt. Nach hingebungsvoller Aufzählung allerklarster Fakten nebst einfühlsamster Erklärung stellt sich nach mehrfacher entbehrungsreich geleisteter Wiederholung ob der unwiderlegbaren Beweislage bei der Gattin endlich Einsicht ein und die Vernunft kehrt zurück. Das war ein hartes Stück wirtschaftswissenschaftliche Arbeit! Als Tränchen fließen, will er ihr um des lieben Hausfriedens willen was schenken, steckt ihr einen Schein zu und sagt: Hier, tue Dir heute einfach mal was Gutes!

Nach einer Stunde kommt sie wieder: Mit sooooooooooooo einer Wut im Gesicht!

Gender Pay Gap Equal Pay Day 2019 Meinung ohne Ahnung

PS: Wenn es wirklich um Ökonomie und Ökonomik ginge, müsste die materielle Geschlechterbilanz nicht nur die Einnahmen-, sondern auch die Ausgabenseite umfassen. Früher erfasste die amtliche Statistik zwar auch keine Geschlechtsunterschiede, aber immerhin, wie unterschiedlich stark sich Preissteigerungen auf gut versorgte Beamten- im Vergleich zu armen Rentnerhaushalten auswirkten: Je nach Status konsumieren die Leute anders. Seit 2003 aber lässt man auch das.

Nach Ansicht des Statistischen Bundesamts beeinflusst es nicht das allgemeine Preisniveau, wenn der Markt seine Leistungen geschlechtsdifferenziert bepreist. Den oder die Einzelne interessiert aber nicht das allgemeine Preisniveau: Wer konsumiert schon nach amtlichem Warenkorb zum Beispiel 0,9 Prozent seines Haushaltseinkommens für Bildungszwecke? Werden Zeitungsabos teuer wie ein Luxusgut, erleidet der Oberstudienrat einen nennenswerten Kaufkraftverlust, während der reine Fernsehzuschauer es noch nicht mal bemerkt. So ist das mit allen anderen Produkten auch.

Die unterschiedliche Ausgabenfreude der Leute mag aktuell kein Thema sein. Das wird aber besonders interessant, wenn die Digitalplattformen zur individuellen Bepreisung von Gütern übergehen, also jeder und jede einen anderen Preis zu zahlen hat. Weil sie die Vorlieben kennen, können sie Zahlungsbereitschaft dann eiskalt maximierend abschöpfen. Friseure sind heute schon gut darin.

PS2: Eine immerhin näherungsweise Berechnung der Preissteigerungen je nach eigenem Warenkorb bietet das Statistische Bundesamt online. Man sieht (ein bisschen), wie sich die eigenen Lebenshaltungkosten geändert hätten, wenn man fünfzigmal mehr für Klamotten oder fünfmal so viel für Benzin ausgäbe wie der deutsche Durchschnittshaushalt.

Idiocracy previsited

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Only a fool is about to expect sensible impressions from a trip to the USA when it begins with stupid questions. Exept Americans, everybody entering the U.S. has to find an answer to this:

In fact it’s better to stay at home and just watch „Idiocracy“ again, Mike Judge’s masterpiece of stupidity forecasting from 2006. Revisited in 2019, it’s a bit like watching contemporary news in the USA.

Imagine yourself taking a short rest in the Military Hospitality Lounge at Miami International Airport while travelling to the USA, trying to forget what you possibly have to do with genocides that happen somewhere overseas, and after a Full-body-massage you fall to sleep for a long time. When you wake up, channels on TV are called Beachbody TV and show nothing but ass. Fruit shops label healthy food like candy. Job offers require no skills but the ability of washing your hands. And of course: An improved, „smart“ water is available. It’s got electrolytes added. You are not sure about your name anymore. And then you find out, who’s president.

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