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Sind wir nicht alle irgendwann klimaneutral?

Sind wir nicht alle irgendwann klimaneutral? published on

Die erste Einschwörung der Bevölkerung auf die Ziele des Klimaschutzgesetzes fand heute statt. Die Teilnahme an den spontanen Appellen auf öffentlichen Plätzen ist ab sofort freitags in der Mittagspause für jedermann möglich. Kantinen und Geschäfte sind in dieser Zeit geschlossen und alle Ampeln stehen auf Rot. Die Teilnahme ist freiwillig.

Der freie Wille auf dem Markte

Der freie Wille auf dem Markte published on

Es herrscht ein Überfluss an allem, was einst knapp. Zu viel Brot und zu viel Spiele. Zu viele Bilder und Buchstaben. Zu viele Autos und Automaten. Zu viel Haut und zu viel Fleisch. Der technische Fortschritt hat eine Güterinflation hervorgebracht.

Der Produktionsausstoß liegt so weit jenseits des früher Möglichen, dass man auf dem gesättigten Weltmarkt gar nicht mehr weiß, wohin damit, außer fort außer Landes oder rasch auf den Müll. Überproduktion verlangt von uns Überkonsum. Das ist die zeitgenössische Variante des Say’schen Theorems, wonach sich jedes Angebot seine Nachfrage schafft.

Die volkswirtschaftliche Bedeutung des Einzelnen speist sich darum konsequenterweise nur noch aus seinem Konsum. Nicht seine Kreativität, sein Vermögen oder seine Arbeitskraft sind gefragt, sondern der Beitrag eines jeden zum großen Verzehr. Überschlagen Sie selbst, wie viel Prozent ihres Lohn- oder Lohnersatzeinkommens Sie verkonsumieren. Was Sie mit dem Rest als Sparer, Investor oder Kulturträger anstellen, mag für Sie persönlich ins Gewicht fallen. Als ökonomische Größe ist es vernachlässigbar. Sie sind allein als Konsument noch von wirtschaftlicher Relevanz. Darum sichern bedingungslose Grundeinkommen und ähnliche Transfers auch nichts anderes als die reine Konsumfähigkeit.

Von Ifflands Geschlecht

Von Ifflands Geschlecht published on

Wer was über die geschlechtlichen Ab- und Zuneigungen seiner Fernsehlieblinge erfahren will, ist hier natürlich falsch. Dafür müsste man schon zu einem nachrichtlich nachrangigen Produkt greifen, wie zu Hörzu, Funkuhr oder der Beilage SZ Magazin. Dort erfährt man zwar auch nicht, ob die Akteure in dem Anzeigeblatt mit ihrer Vorstellung August Wilhelm Iffland nacheifern, der zu seiner Lebzeit ja auch nicht nur durch Schauspielkunst, sondern ebenfalls sexuell von sich reden machte. Ifflands Ring zur eignen Zier, so viel immerhin ist klar, den wollen alle tragen.

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