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Unvernünftige Bierwerbung / Beispiel Nr. 1

Unvernünftige Bierwerbung / Beispiel Nr. 1 published on

Bock auf Bock 2018 Meinung ohne Ahnung

Richter am BGH haben viel zu tun und in der Kantine angefangen, Flaschenetiketten genauer zu lesen. Eine Brauerei aus dem Allgäu darf auf ihr Produkt, das Biertrinkern sehr bekömmlich ist, nicht mehr draufschreiben, es sei BEKÖMMLICH. Leider nicht gleich mit verboten (wegen Einfallslosigkeit) wurde der Claim der Brauerei „Unser Bier von Hier“.

Doch jetzt, wo der Geist einmal aus der Flasche ist und Bierwerbung ernst genommen wird: Was kommt bei der juristischen Etiketten-Exegese auf andere Brauereien zu?

Zum Beispiel: Macht das Getränk aus der Einbecker-Brauerei in Niedersachsen wirklich ECHTE FRÜHLINGSGEFÜHLE? Wenigstens Bock auf echt Bock?

Foreign fat man fights famine

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Gabriel in Südsudan 2017 Meinung ohne Ahnung

Noch nie hatten die hungerleidenden Kinder im Südsudan einen so dicken Mann gesehen wie den deutschen Außenminister Sigmar Gabriel. Sie wussten ja gar nicht, dass so etwas möglich ist!

Dass Genosse Sigmars Einsatz als Role Model im Nachhinein von der gastgebenden Bürgerkriegspartei doch nicht uneingeschränkt als Erfolg gewertet wurde, lag an der eigentlich richtigen Aussage des Gastes, der Hunger sei ein wesentlicher Fluchtgrund und als solcher zu beseitigen. Durch das undiplomatische Festhalten an seinen europäischen Ernährungsgewohnheiten beim Besuch der Schulspeisung sorgte er leider für einen neuen. Die Klassenstufen 1 bis 3 gingen unbestätigten Berichten zufolge leer aus und mit selbigen Mägen nach Hause.

Redaktionelle Beiträge über das angebliche Abnehmen des vielessenden Politikers erwiesen sich somit als lanciertes PR-Manöver, das unter dem Fachbegriff LAST-DER-GESCHICHTE-DIÄT (The Joschka Fischer Diet) in die Wahlkampfannalen eingegangen ist.

Kein Embryo hat je ein Eis bestellt

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Suchtstoff Zucker Zuckerreduktionsgipfel 2017 Meinung ohne Ahnung

Im Dienst der Volksgesundheit diskutierten die Teilnehmer des 1. Deutschen Zuckerreduktionsgipfels am 28. Juni 2017 in Berlin die sogenannte SCHWANGERSCHAFT LIGHT. Der Vorschlag umfasste ein gesetzliches Maßnahmenbündel, um werdenden Müttern

  • an der Supermarktkasse das Nutella-Glas vom Band zu nehmen,
  • die Annahme einer Bestellung über mehrere Kugeln Eis zu verweigern und
  • eine Protokollpflicht über das Süßen ihrer Speisen und Getränke aufzuerlegen.

Begleitet werden sollte diese Strategie des Zuckerentzugs von einer Kampagne zur Popularisierung des Verzehrs sauer eingelegter Gurken – einer unter gebärfähigen jungen Leuten unbekannten und zu Unrecht verschmähten schmackhaften Speise.

Obwohl sie das Paket als äußerst geeignetes Instrument einstuften, die gesunde Ernährung der Mutter-Kind-Komplexe zu unterstützen, lehnten die Teilnehmer des Zuckerreduktionsgipfels es nach kurzer Diskussion schließlich ab; manche davon, wie zu hören war, zähneknirschend. Riskiert werde damit ein drastischer Einbruch der Geburtenrate. 

Ernährungsumstellung beginnt im Kopf

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Grillobst 2017 Meinung ohne Ahnung

Alternative Nahrungsmittel sind in aller Munde, nicht in aller Mägen. Vegan, vegetarisch, veganistisch: Zu besichtigen sind die besonderen Ernährungsgewohnheiten in Haushalten engagierter Pionierkonsumentinnen sowie in esspädagogischen Trendlokalen und deren Mülltonnen. Jetzt reagiert der Handel auf die veränderten Verzehrwünsche dieser Konsumentengruppe. Zum Beginn der Erntesaison 2017 erweitert er sein Obstsortiment.

Vor dem Fressen kommen die mit der Moral

Vor dem Fressen kommen die mit der Moral published on

Wurst muss aus Tieren sein Vegan 2016 Meinung ohne Ahnung

Kann man so oder so sehen, unter freilaufenden Menschen ist das nur eine Frage der Perspektive. So betrachtet, ist ja eh alles wurst.

Unwurst ist die Stimmung, die sich als Milieumoral breitmacht. Die Welle des schlechten Gewissens, auf der die Gschaftlhuber der neuen Verzehrlebensstile surfen, verschlammt mehr und mehr junge Hirne und damit leider auch Mägen. Der vegane Hype ist nichts als ein weiteres falsch leben im richtigen. Der Lebensmittelindustrie weicht man nicht aus, indem man ihr auf den Leim geht bzw. sich diesen verabreichen lässt.

Es hat seinen Grund, wenn Lebensmittel mit Negativwerbung in den Markt gedrückt werden. Ginge es um Geschmack, ließe sich mit Geschmacksannoncen vorfreudig Speichelfluss erzeugen. Das ist bei den hochverarbeiteten Fertigwaren, um die es im Hochpreissegment VEGAN geht, jedoch nicht möglich – angesichts der monokulturellen Ausgangsstoffe, künstlichen Geschmackszusätze und industriellen Verarbeitungsprozesse, die nötig sind, um eine Wurst aus dem Nichttier zu schaffen. Wer so mit seinem Essen umgeht, der pfuscht auch bei der Sprache. Bindemittel-Konzentrat aus der Plantagenwirtschaft wollen die Inverkehrbringer ja nicht draufschreiben. Statt dem Kind einen eigenen, zutreffenden Namen zu geben (denkbar wäre Stabsoja, Ölmöhre, Grillmasse, Ackerschweiß …), ist Etikettenschwindel ihre logische Wahl. Auch wenn es keine ist: Sie nennen’s „Wurst“. Selbst wenn sie die mit V schreiben oder Pfleisch sagen, bleiben die einzigen positiv besetzten Begriffe tierischen Ursprungs. Sie müssen sie für ihren Zweck vereinnahmen, da sie als Retortenalchimisten keine haben.

Die unentschiedene Konsumentin und ihre Mitesser bleiben den ideologischen Debatten mit Lebensmittelsektierern fern und halten es mit Woody Allen, der in DER SCHLÄFER als ehemaliger Betreiber des vegetarischen Restaurants „Zur glücklichen Karotte“ nach 200 kryogen verbrachten Jahren in der Zukunft aufwacht und erfährt, dass alles gesund ist, was vormals als schädlich galt. Die Wissenschaft hat festgestellt, dass Marmelade Fett enthält …

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