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Was Sie essen, ist uns wurst. Dass Sie aber trinken, davon versprechen wir uns was. Nur als Ermunterung dienend, sofort ein Bier aufzumachen, stehn als alkoholbegleitende Speisen uff der Karte:

Der freie Wille auf dem Markte

Der freie Wille auf dem Markte published on

Es herrscht ein Überfluss an allem, was einst knapp. Zu viel Brot und zu viel Spiele. Zu viele Bilder und Buchstaben. Zu viele Autos und Automaten. Zu viel Haut und zu viel Fleisch. Der technische Fortschritt hat eine Güterinflation hervorgebracht.

Der Produktionsausstoß liegt so weit jenseits des früher Möglichen, dass man auf dem gesättigten Weltmarkt gar nicht mehr weiß, wohin damit, außer fort außer Landes oder rasch auf den Müll. Überproduktion verlangt von uns Überkonsum. Das ist die zeitgenössische Variante des Say’schen Theorems, wonach sich jedes Angebot seine Nachfrage schafft.

Die volkswirtschaftliche Bedeutung des Einzelnen speist sich darum konsequenterweise nur noch aus seinem Konsum. Nicht seine Kreativität, sein Vermögen oder seine Arbeitskraft sind gefragt, sondern der Beitrag eines jeden zum großen Verzehr. Überschlagen Sie selbst, wie viel Prozent ihres Lohn- oder Lohnersatzeinkommens Sie verkonsumieren. Was Sie mit dem Rest als Sparer, Investor oder Kulturträger anstellen, mag für Sie persönlich ins Gewicht fallen. Als ökonomische Größe ist es vernachlässigbar. Sie sind allein als Konsument noch von wirtschaftlicher Relevanz. Darum sichern bedingungslose Grundeinkommen und ähnliche Transfers auch nichts anderes als die reine Konsumfähigkeit.

Flügel, die tatsächlich verschwunden sind

Flügel, die tatsächlich verschwunden sind published on
Flügel in Auflösung 2020 Meinung ohne Ahnung

Die einzigen Flügel, die verschwunden sind, sind diese. Sie haben sich aber nicht in Luft aufgelöst, sondern sind – dem Energieerhaltungsgesetz der Thermodynamik unterliegend wie alles andere Seiende, Dräuende und Werdende – irgendwie immer noch da. Über ihren jetzigen Aufenthaltsort und Aggregatzustand schweigen wir uns lieber aus.

Das Weiterleben eines Flügels in wie auch immer gearteter Form scheint ohnehin wahrscheinlicher als die Hoffnung, dass er sich tatsächlich auflöse und in sozialer Isolation läutere. Dafür sind die Speisekammern viel zu gut und zu vorausschauend gefüllt!

Doch mehr Spaß mit Glas

Doch mehr Spaß mit Glas published on

Bier in Plastikbechern ausschenken müssen: Das ist so eine Vorschrift im Karneval geworden. Plastik reizt zur Kotze, besonders, wenn Kölsch im Becher landet. Der dünne Kunststoff in den warmen Kölner Händen unterstützt katalytisch die Verwandlung von Bier in Erbrochenes. Rund um den Dom, wo sich Wirte das Jahr über nicht mal trauen, Gästen ihr temperaturempfindliches Lokalbier in Gläsern vernünftigen Volumens vorzusetzen, ändert ein Verzehrzwang auf bis zu 0,4 Liter große Plastikfolianten die Trinkgewohnheiten und damit alles, inkl. Umgangsformen. Wegen Schalgeschmacks, der die meisten Kölsch bereits kurz nach dem Verschwinden der Schaumkrone befällt, überreicht der Köbes mit spitzen Fingern sogenannte Kölschstangen von 0,2 Liter Fassungsvermögen. Außer dann, wenn es richtig was zu feiern gibt. Wie an Karneval.

Was soll eine Woche lang herumliegen — Scherben oder Erbrochenes?

Brings-Bier im Karneval 2012

Mehr Spaß ohne Glas Brings Köln 2012 Meinung ohne Ahnung


Die Idee vom Glasverbot fand im Jahr 2012 lokalprominente Unterstützer in der Band BRINGS. Sie predigten den Plastikbecher. Trinken, so was von typisch kölsch, selbst aber aus Glasgefäßen. Vom Paulus auf hohem Ross zum Saulus mit Flasche in der Hand.

Brings-Bier im Karneval 2019

Mehr Spaß mit Glas Brings Köln 2019 Meinung ohne Ahnung


Unvernünftige Bierwerbung / Beispiel Nr. 1

Unvernünftige Bierwerbung / Beispiel Nr. 1 published on

Bock auf Bock 2018 Meinung ohne Ahnung

Richter am BGH haben viel zu tun und in der Kantine angefangen, Flaschenetiketten genauer zu lesen. Eine Brauerei aus dem Allgäu darf auf ihr Produkt, das Biertrinkern sehr bekömmlich ist, nicht mehr draufschreiben, es sei BEKÖMMLICH. Leider nicht gleich mit verboten (wegen Einfallslosigkeit) wurde der Claim der Brauerei „Unser Bier von Hier“.

Doch jetzt, wo der Geist einmal aus der Flasche ist und Bierwerbung ernst genommen wird: Was kommt bei der juristischen Etiketten-Exegese auf andere Brauereien zu?

Zum Beispiel: Macht das Getränk aus der Einbecker-Brauerei in Niedersachsen wirklich ECHTE FRÜHLINGSGEFÜHLE? Wenigstens Bock auf echt Bock?

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